„Darüber spricht man nicht!“

Problemlagen, Befindlichkeiten und Bedarfe chronisch kranker und behinderter Menschen

In so gut wie jeder Familie gibt es Menschen mit einer chronischen Krankheit oder Behinderung. Dennoch wird darüber selten in der Öffentlichkeit, auch in der Verwandtschaft und in der Familie gesprochen. Warum eigentlich? Ist es aus Scham für etwas, wofür man keine persönliche Verantwortung hat? Geschieht es vor dem Hintergrund mangelnder Aufklärung, weil chronische Krankheit und Behinderung immer noch mit dem Etikett einer seuchenhaften Infektion und mit weniger Lebensqualität assoziiert werden? Ist es aus Angst, dass die Gesellschaft behinderte und chronisch kranke Menschen nicht als vollwertige Mitglieder ansehen könnte? Gibt es auch Unterschiede in der gesellschaftlichen Akzeptanz von chronischer Krankheit bei Männern und bei Frauen? In anderen Kulturkreisen (Migrantenfamilien) gibt es vielleicht Aspekte, die in deutschen Familien keine Rolle spielen.

In dem Projekt „Darüber spricht man nicht!“ sollen die Hintergründe der oben gestellten Fragen und Problemlagen eruiert und Auswege aus der gesellschaftlichen Tabuzone aufgezeigt werden.

Ziele des Projektes:

• Aufklärung über chronische Krankheiten,

• Schaffung eines Bewusstseins, das einen offenen Umgang mit der Problematik zulässt,

• Entlarvung von Vorurteilen,

• Aufmerksamkeit für die Lage der Betroffenen erzeugen und

• Wege aus der Tabuzone aufzeigen.