Wissenschaftliche Begleitung und Auswertung

Das Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen evaluiert Projekt „Mehr Partizipation wagen!“

Die Evaluation erfolgt in folgenden Prozessschritten:

  1. der  Befragung der Teilnehmer/innen des Zukunftsworkshops
  2. der  Auswertung der Dokumentationen derZukunftsworkshops
  3. der Abschlusserhebung zu den Strukturen der Interessensvertretung in NRW.

Zu 1. Befragung der Teilnehmer/innen:

Die Teilnehmer/innen an den Zukunftsworkshops werden erstmalig am Ende der Veranstaltung befragt. Dabei geht es um Angaben zu ihrer Person und um ihre erste Einschätzung zu den Möglichkeiten, in der jeweiligen Gebietskörperschaft, zu einer Stärkung der Partizipation von Menschen mit Behinderungen zu gelangen. Die Befragung erfolgt schriftlich, die Bearbeitung kann ggf. durch die Moderator/inn/en unterstützt werden.

Nach sechs Monaten werden die jeweiligen Teilnehmer/innen nochmals befragt. In der zweiten Befragung geht es um eine erneute Einschätzung zu den Möglichkeiten in der jeweiligen Gebietskörperschaft zu einer Stärkung der Partizipation von Menschen mit Behinderungen zu gelangen. Die Befragung wird je nach Wunsch der Teilnehmer/innen online oder telefonisch durchgeführt.

Die Auswertung erfolgt ausschließlich anonym und auch ohne Bezug auf die konkrete Gebietskörperschaft. Die Evaluation dokumentiert auf diese Weise das Schulungsangebot und erlaubt Einschätzungen zu ihrer Wirksamkeit. Die Ergebnisse können bereits im Prozess zur Verbesserung des Schulungs- und Beratungsangebotes genutzt werden.

2. Auswertung der Dokumentationen:

Zur Auswertung der Dokumentationen werden im laufenden Prozess Auswertungskategorien gebildet, die sich auf die drei Prozessschritte des Zukunftsworkshops beziehen. Auf diese Weise können Erkenntnisse hinsichtlich der Gestaltung von Veränderungsprozessen zur Stärkung der Partizipation von Menschen mit Behinderungen in den Kommunen gewonnen werden. Gegenstand der Auswertung sind die Dokumentationen der Veranstaltungen und die Vermerke zur weiteren Beratung.

3. Abschlusserhebung zu den Strukturen der Interessenvertretung in NRW:

Die Erhebung zu den Strukturen der Interessenvertretung in NRW wird in Analogie zu der Ersterhebung in dem Vorläuferprojekt „Politische Partizipation von Menschen mit Behinderungen in den Kommunen stärken!“ durchgeführt.

Mit der Abschlusserhebung können Veränderungen in den Vertretungsstrukturen über den Zeitraum beider Projektphasen (12/2012-04/2019) hinweg erfasst werden. Die Erkenntnisse bieten den beteiligten Akteuren die Möglichkeit, Schlussfolgerungen für weitere politische Maßnahmen zu ziehen.